Frauenrechte in Nepal
Unsere Projekte für Bildung & Unabhängigkeit
/Projekte
Hier setzen wir an
In Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort – allen voran Change Action Nepal – schaffen wir partnerschaftlich die Infrastruktur, die Mädchen und Frauen benötigen, um systemische Barrieren zu überwinden und ihre Zukunft autonom zu gestalten.
1. Grundversorgung
Zugang zu Hygiene, medizinischer Basisversorgung und gesunder Ernährung. Wenn der Schulbesuch an fehlenden Binden scheitert, ist das kein Schicksal, sondern eine Frage der Gerechtigkeit. Wir sichern das Fundament.
2. Sicheres Wohnen
Ein geschützter Raum ist die Basis für Wachstum. Ob Hostelplatz oder WG-Zimmer – wir finanzieren Lebensräume, in denen Mädchen und Frauen sicher und selbstbestimmt ihre Zukunft planen können.
3. Bildung & Studium
Von der Einschulung bis zum College-Abschluss. Wir überwinden die Bildungsschere, übernehmen Gebühren und Lernmaterialien. Damit Talent nicht an fehlenden Mitteln scheitert.
4. Sprache & Karriere
Sprache ist kein Luxus, sondern ein Werkzeug gegen Ausbeutung. Wir ermöglichen gezielte Sprachförderung und Mentoring, damit Frauen Akteurinnen ihrer eigenen wirtschaftlichen Zukunft werden.
/ Case Study 1
Schulweg als sicherheitsrisiko
Suna & Puja: Von Ashrang nach Kathmandu
Suna (7) und Puja (9) lebten in Ashrang, sechs Autostunden südlich von Kathmandu. Ihr täglicher Schulweg: drei Stunden zu Fuß durch eine Region, in der Mädchen verschwinden. Nach dem Mord an ihrer Mutter und der Zerstörung ihres Zuhauses durch die Überschwemmungen 2024 übernahm ihre Großmutter Anita (43) die Verantwortung – als Witwe, ohne Einkommen, zur Untermiete bei Verwandten.
Anita handelte: Sie wandte sich an die Behörden. Die kontaktierten Change Action Nepal. CAN-Gründerin Indira Ghale entwickelte den Plan für einen Internatsplatz an der Golden Peak High School in Kathmandu – mit Rundumbetreuung, qualifizierten Lehrkräften und psychologischer Begleitung.
Hey Freeda finanziert die Umsetzung: 5.000 Euro für zwölf Monate. Schulstart: April 2026.
/ Case Study 2
B1-Zertifikat und ein klarer Plan
Rojina: Highschool, Goethe-Zertifikat, Ausbildung
Rojina ist 19, hat die Highschool abgeschlossen und die B1-Prüfung am Goethe-Institut in Kathmandu bestanden. Sie lernt aktuell für B2. Ihr Ziel: eine Ausbildung in der Gastronomie in Deutschland.
Rojina wuchs in Ramechhap auf, einem abgelegenen Dorf in den Bergen. Dort hätte sie nie die Chance auf einen Highschool-Abschluss gehabt. Seit ihrem 10. Lebensjahr lebt sie bei der Familie ihrer Mutter in Kathmandu, steht jeden Morgen um fünf Uhr auf, versorgt ihre Großeltern – und arbeitet konsequent an ihrem Weg nach Deutschland.
Hey Freeda begleitet den gesamten Qualifikations- und Integrationspfad: von der sprachlichen Vorbereitung in Nepal, dem Visaverfahren und der Bewerbung bis zur praktischen Alltagsintegration in Deutschland. Auch nach ihrer Ankunft lassen wir sie nicht allein und unterstützen sie bei den ersten Schritten im neuen Alltag – bei Behördengängen, Arztbesuchen oder der Kontoeröffnung.
Was Schuhe mit Frauenrechten zu tun haben
/ Case Study 3
Bevor Bildung möglich wird: Das Fundament
97 Prozent der Kinder in Nepal werden eingeschult. Aber nur 40 Prozent schaffen es bis zur 12. Klasse. UNICEF schätzt, dass zehntausende Kinder im Grundschulalter nie eine Schule besucht haben. In der Terai-Region und im Distrikt Sindhupalchowk – den Gebieten, in denen CAN unser Programm für Bildung & Schutz aufbaut – sind die Abbruchraten besonders hoch. Die Gründe: Armut, Kinderarbeit, Frühverheiratung und Kastendiskriminierung.
Was heißt das konkret? Ashita (21) studiert Betriebswirtschaft in Kathmandu und möchte anschließend Deutsch lernen – Ziel: ein Auslandssemester. Pema fehlt das Geld für Hygieneartikel während ihrer Periode und verpasst deswegen den Unterricht. Tenzin läuft in Schlappen durch den Monsunregen, weil feste Schuhe unerschwinglich sind. Andere sind zu alt für das Kinderheim, in dem sie aufwuchsen, aber ein WG-Zimmer können sie sich nicht leisten – obwohl sie arbeiten.
Bildung und Selbstbestimmung scheitern nicht an fehlendem Potenzial, sondern an fehlender Grundversorgung. Wer um das Nötigste kämpft, hat keine Energie für den nächsten Schritt.
Das Programm setzt genau dort an: Mit der Übernahme von Schulgebühren, Lernmaterialien, Mentoring und psychosozialer Begleitung in betroffenen Regionen – besonders an den Übergängen, an denen die meisten Mädchen abbrechen (Klasse 5, 8 und 10). Dazu gibt es wirtschaftliche Unterstützung für Mütter, damit der ökonomische Druck nicht auf den Kindern landet.
Daten: © Change Action Nepal auf Basis von UNICEF Nepal und nationalen Bildungsstatistiken
Drei Schritte. Eine Zukunft.
1. Basis sichern: Wir schaffen die Infrastruktur – von sicherem Wohnraum, Kleidung, gesunder Ernährung und sauberem Trinkwasser bis zur medizinischen Grundversorgung.
2. Potential entfalten: Wir ermöglichen den Zugang zu Bildung durch die Übernahme von Schulgebühren. Lernmaterialien und Transportkosten.
3. Perspektive realisieren: Wir begleiten den Übergang in die Autonomie durch Mentoring, Sprachförderung, Visabegleitung und Unterstützung beim Einleben in Deutschland.
Was dein Beitrag konkret ermöglicht
Deine Unterstützung schafft die Sicherheit, die Mädchen und Frauen in Nepal brauchen, um ihre Lebenswege autonom zu gehen.
Für das Projekt „Bildung & Schutz“
2 € / Monat (= ca. 0,10 €/Tag) – Perioden-Gerechtigkeit: Damit kein Schultag an mangelnder Hygiene-Grundversorgung scheitern muss.
80 € / Monat – Sprachförderung: Finanziert einen Intensiv-Sprachkurs als Schlüssel für qualifizierte Jobs.
136 € / Monat (= ca. 4,50 €/Tag) – Bildung: Schule, Unterricht, Lernmaterialien & persönliche Betreuung.
Für das Projekt „Grundversorgung & Gesundheit“
7 € / Monat (= ca. 0,20 €/Tag) – Medizinische Grundsicherung: Für Diagnostik, Notfallhilfe und regelmäßige Gesundheitschecks.
136 € / Monat (= ca. 4,50 €/Tag) – Existenzsicherung: Sichert Miete, gesunde Ernährung, Kleidung und medizinische Hilfe für einen Monat.
Verantwortung und Partnerschaft
Wir legen großen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit deinen Spenden. Hey Freeda e.V. arbeitet eng mit lokalen Expertinnen zusammen, um die Projekte umzusetzen.
Zielgerichteter Mitteleinsatz: Wir finanzieren unsere Verwaltung aus Mitgliedsbeiträgen, damit Projektspenden vollständig in die Projekte fließen können. Reisen zahlen wir privat.
Fachliche Steuerung: Erfahrene Partnerorganisationen wie Change Action Nepal sorgen für die professionelle Umsetzung und Begleitung der Teilnehmerinnen vor Ort.
Persönliche Qualitätssicherung: Durch regelmäßigen Austausch und Projektreisen sichern wir die Qualität der Arbeit und die zielgerichtete Verwendung der Mittel.
Werde Teil der Veränderung. Gemeinsam schaffen wir den Zugang zu Rechten und Chancen.

