Neue Sturzflut in Nepal: Wieder verlieren Familien ihr Zuhause

Stand: 11. Oktober 2026, 19.45 Uhr MESZ • Wir ergänzen den Beitrag, sobald neue Informationen vorliegen.

Gelber Bus zwischen eingestürzten Mauern und Betontrümmern an einem Fluss in Nepal nach der Sturzflut im August 2026.

Die Aufnahme zeigt die Folgen der Sturzflut in Nepal vom August 2026. Aus dem aktuell betroffenen Gebiet in Gorkha liegen uns bislang keine eigenen Bilder vor. | Foto: © CAN

Eine neue Sturzflut hat am 11. Oktober 2026 am Budhi Gandaki in Nepal Häuser und Brücken mitgerissen. Betroffen sind die Distrikte Gorkha und Dhading. Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Die Behörden warnten auch flussabwärts bis nach Chitwan – eine Gegend, in der wir arbeiten.

 

Indira Ghale von Change Action Nepal und unser Partner Shyam Shrestha haben mir geschrieben, dass es ihnen gut geht. Auch von unseren Teilnehmerinnen und Freunden kommen beruhigende Nachrichten. Darüber bin ich sehr froh.

Den Trishuli kenne ich von meinen Fahrten nach Chepang. Die Straße führt streckenweise direkt am Fluss entlang. In ihn mündet der Budhi Gandaki, von dem heute die Flut kam.

Für die Menschen in den überschwemmten Siedlungen bleibt vieles ungewiss. Einige mussten so schnell fliehen, dass sie ihre Sachen zurücklassen mussten.

Was über die Sturzflut in Gorkha und Dhading bekannt ist

Betroffen sind insbesondere Siedlungen in den Gemeinden Chumnubri und Dharche im Distrikt Gorkha. Auch aus dem benachbarten Distrikt Dhading werden erhebliche Schäden gemeldet. Die Flut hat Häuser und mehrere Brücken fortgerissen sowie Anlagen von Wasserkraftprojekten beschädigt. Eine verlässliche Gesamtbilanz der Schäden liegt noch nicht vor.

Nach Angaben der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde, über die mehrere Medien berichten, werden fünf Menschen vermisst. 82 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Armee und Polizei setzen die Such- und Rettungseinsätze fort.

Die Behörden riefen auch Menschen an den Flussufern weiter südlich, unter anderem in Chitwan und Nawalparasi, zu erhöhter Vorsicht auf.

Der Trishuli bei Kurintar im Mai 2026: Auf unseren Fahrten nach Chitwan führt die Straße an diesem Fluss entlang. Die Aufnahme entstand vor der Sturzflut vom 11. Oktober 2026. | Foto: © Janine Beck

Was die Flut am Budhi Gandaki ausgelöst haben könnte

Als mögliche Ursache gilt ein Erdrutsch, der einen Flusslauf blockierte. Nach dieser Erklärung staute sich Wasser hinter der Blockade und strömte beim Aufbrechen plötzlich talwärts. Der genaue Ursprung und Ablauf der Flut werden noch untersucht.

Wie unsere Hilfe nach der Flut in Nepal weitergeht

Viele Familien leben seit der Flut im August in provisorischen Unterkünften. Inzwischen ist Oktober. Sie brauchen weiterhin Lebensmittel, eine sichere Unterkunft und medizinische Versorgung. Gemeinsam mit Change Action Nepal setzen wir die Hilfe für Frauen und ihre Familien fort.

Nun haben weitere Menschen ihr Zuhause verloren. Wie wir auch in dem neu betroffenen Gebiet helfen können, klären wir noch.

Mit CAN planen wir außerdem Unterstützung für schwangere Frauen. Sie sollen während ihrer Schwangerschaft gut versorgt sein und sich auf die Geburt vorbereiten können. Wie wir dabei konkret helfen können, ist derzeit in Abstimmung.

Was eure Spenden bereits ermöglicht haben und was weiterhin gebraucht wird, liest du in unserem Beitrag „Sechs Wochen nach der Flut in Nepal“.

Wenn du spendest, hilfst du uns, u. a. Lebensmittel, Unterkünfte und medizinische Versorgung für Frauen und ihre Familien mitzufinanzieren. Die ersten Hilfslieferungen waren wichtig. Für die Familien muss es danach weitergehen.

 

Weitere Möglichkeiten zu spenden

Wenn du deine Spende lieber selbst überweisen möchtest, nutze diese Bankverbindung. Für regelmäßige Spenden kannst du einen Dauerauftrag einrichten.

Hey Freeda e.V.

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Verwendungszweck: Nothilfe Nepal


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Quellen: Privat, Kathmandu Post, Reuters, Annapurna Express, Artha Khabar
 
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Sechs Wochen nach der Flut in Nepal